Nachhaltige Verfahrensmodernisierung

Klassifikation
Dimension Wert
Fördernde Institutionen
  • Lokale öffentliche Finanzierung
  • Arbeitskosten
  • Bis zu 2 Mann-Jahre
  • Ergänzend zu den gesetzlichen Regelungen zur Aufbauorganisation im Bezirksverwaltungsgesetz (8. Gesetz zur Änderung des Bezirksverwaltungsgesetzes) hat das Berliner Abgeordnetenhaus mit Beschluss vom 14.5.2009 den Senat aufgefordert, gemeinsam mit den Bezirken ein Verfahren zu entwickeln, um die Vorbereitung auf eine einheitliche Ämterstruktur in den Bezirksverwaltungen mit einer nachhaltigen Modernisierung der Verwaltungsverfahren zu verbinden.

    Die einheitliche Ämterstruktur wurde damit als Chance gesehen, neben der Aufbauorganisation auch die Ablauforganisation stärker zu vereinheitlichen. Zudem nahm dieser Beschluss bereits die sich allgemein durchsetzende Erkenntnis in den Blick, dass E-Government nicht erst bei der technologischen Abbildung von Geschäftsprozessen, sondern bereits bei der Überprüfung und Gestaltung der Geschäftsprozesse ansetzen muss.

    Die strategische Projektzielsetzung wurde in Übereinstimmung mit dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung und Lehre zur Verwaltungsorganisation auf folgende Kernaussage fokussiert:

    „Ein wesentlicher Schlüssel zur nachhaltigen Verfahrensmodernisierung besteht in der Etablierung eines einheitlichen, verwaltungsübergreifenden Geschäftsprozessmanagements.“

    Allen Beteiligten war bereits zu Beginn klar, dass mit diesem Projekt wesentliche Grundlagen für den weiteren Wandel der Zusammenarbeit der Beteiligten aus den 12 Bezirken und der Hauptverwaltung gelegt werden können, dabei aber nur ein –wenn auch als wesentlich einzuschätzender- Meilenstein hin zu einer stärkeren Prozessorientierung der Berliner Verwaltung erreicht werden kann. Betrachtet man die Berliner Verwaltung nach dem Reifegradmodell der KGSt (KGSt-Bericht 4/2011 –Von der Prozessoptimierung zum Prozessmanagement, Teil 2) ist sie mit ihren in der Regel einzelfallbezogenen und selektiven Prozessoptimierungen weitgehend noch auf Stufe 1 von 4 Stufen einzuordnen. Die 4. Stufe bildet dabei die integrierte, übergreifende und kontinuierliche Prozessgestaltung, -optimierung und –steuerung, also den Zielzustand eines Geschäftsprozessmanagements, ab.

    Der Projektauftrag wurde im Frühjahr 2011 mit einer von den bezirklichen Steuerungsdienstleitungen benannten Kernarbeitsgruppe umfassend abgestimmt und dem Rat der Bürgermeister (RdB) zur Zustimmung vorgelegt. Der RdB hat dem Projektauftrag nach vorheriger Erörterung im RdB-Innenausschuss am 07. April 2011 zugestimmt. Teilprojekte:

    1. Top 100 Prozesse identifiziert, priorisiert und ordnungssystematisch in ein Kernportfolio eingeordnet.

    2. Geschäftsprozessoptimierung: Standardvorgehen/Leitfaden entwickelt und anhand 5 Prozessen evaluiert

    3. Prototypische Lösung einer Berliner Prozessbibliothek

    Verknüpfte Forschungsergebnisse: 

    Verknüpfte Orgranisationen: